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Kann man die alten Götter schwächen, indem man die Menschen dazu bringt, nicht mehr an sie zu glauben? Gottgleich zu werden und sich über die anderen zu erheben im Kampf um die Vorherrschaft auf Kanduras werden vier verschiedene Charaktere alles versuchen, um an ihr Ziel zu gelangen. Vier Schicksale vier Einblicke in menschliche Abgründe. In Zeiten, in denen die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, kämpfen sie um ihren Platz in einer Welt, die im Dunkel der Nacht zu versinken droht ...
Kann man die alten Götter schwächen, indem man die Menschen dazu bringt, nicht mehr an sie zu glauben? Ein interessantes Thema das der deutsche Autor Stephan R. Bellem da anschneidet!
Welche Voraussetzungen muss ein Buch erfüllen damit es einem Fantasy-Leser gefällt? In "Bluttrinker" ist alles vorhanden, was das Herz begehrt! Allbekannte Völker wie Zwerge, Orks oder Trolle kommen ebenso vor wie Magier und Elben. Ein bunter Haufen friedlebende, aber auch kriegerischer Völker, zusammengewürfelt auf dem Kontinent Kanduras. Der Autor beginnt mit mehreren Erzählsträngen unabhängig voneinander, die sich mit dem Fortgang der Geschichte zunehmend verflechten. Die Handlung ist durchzogen von tragischen Liebensgeschichten bis hin zu epischen und blutrünstigen Schlachten. Doch wer wird am Ende siegen? Ist der Glaube an Frieden größer als die Macht einer Tyrannherrschaft die Völker Kanduras zu berrschen?
Die Charaktere wurden nachvollziehbar geschildert und der Leser kann die unterschiedlichen Gefühle, die sie antreiben, nachempfinden. Wobei angemerkt werden sollte, dass Throndimar von allen Protagonisten am schlechtesten davon gekommen ist, seine Glaubwürdigkeit hinkt etwas hinterher. Von den bekannten Personen (Faeron, Malvner, Gordan und Tarvin Xandor) aus der Trilogie erhielt der Leser jedoch interessante Einblicke.
Während sich im ersten Band etliche Schwächen abzeichneten, entwickelte sich der Autor ebenso weiter wie seine Charaktere in der Tharador Trilogie. Mit "Bluttrinker" zeigt Bellem, dass er das Handwerk des Schriftstellers beherrscht und legt ein Werk vor, das nur so von Spannung trotzt. Das einzige Negative an dem Buch ist der verfehlte Titel. "Bluttrinker" als Buchtitel klingt in diesem Fall äußerst reißerisch, während der Leser in Wirklichkeit etwas anderes erhält, als er angesichts dessen erwartet.
Ich würde nicht unbedingt vorschlagen, dieses Buch als erstes Werk dieses Autors zu lesen, auch wenn es von der Handlung her sinnvoller wäre. Dennoch, wer die Tharador Trilogie nicht kennt, dem werden vermutlich zu viele Fragen aufkommen, da in Bluttrinker zahlreiche Hintergrundinformationen enthalten sind, mit denen der Leser nicht unbedingt etwas anzufangen weiß und die das Lesevergnügen beeinträchtigt.
Mit "Bluttrinker" zeigt Bellem, dass er das Handwerk des Schriftstellers beherrscht und legt ein Werk vor, das nur so von Spannung trotzt!
Bewertung:
5 / 5 Sterne
Hinweis:
Rezension © by Christian Hager (14-06-2010)
Vielen Dank an den Autor Stephan R. Bellem für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplars.
Hat euch die Rezension weitergeholfen, falls ja kann dieses Buch hier bestellt werden.
TITEL: Bluttrinker
TASCHENBUCH: 512 Seiten
ISBN-10: 3800095157
ISBN-13: 978-3800095155
VERLAG: Otherworld Verlag
ET: Januar 2010
BESTELLEN: Amazon
Vielleicht möchte ich einmal mehr hinterlassen als einen bloßen Namen zwischen mehreren Folianten mit Abhandlungen über die Magie, dachte er dann und schmunzelte. Ja, etwas mit Bestand für die Ewigkeit.
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