MICHAEL OLIVERI

Das tödliche Geschlecht

Fantasy | Science Fiction | Mystery | Horror

Tim Wilders Leben gleicht einem Trümmerhaufen. Frisch geschieden und mit den letzten paar Dollars in der Tasche bricht er an die Westküste auf, um dort einen Neubeginn zu versuchen. Unterwegs übernachtet er in einer Kleinstadt mitten in der Wüste und wird prompt ausgeraubt. Ohne Papiere, Auto und Geld hängt er fest und muss bald feststellen, dass einiges in der Stadt mehr als seltsam anmutet. Vor allem die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau wirkt völlig aus dem Lot geraten, doch niemand will darüber sprechen. Ein dunkles Geheimnis scheint sich dahinter zu verbergen ein Geheimnis, in das Tim bald ausführlicher eingeweiht wird, als ihm lieb ist ...

Rezension

Vorwort:

"Das tödliche Geschlecht" von Michael Oliveri wurde 2001 mit dem "Bram Stoker Award" für den besten Debütroman ausgezeichnet.

Inhalt:

Rapture, eine Kleinstadt die es in sich hat. In so eine Stadt möchte man nicht freiwillig gelangen, egal ob Mann oder Frau, wobei es die Frauen dort um einiges leichter haben. Die bessere Hälfte der Spezies Mensch hat dort nicht nur das Sagen, sondern sie herrschen regelrecht über dieses Gebiet und vor allem über die Männer. Tim Wilder ist ebenfalls dieser Stadt zum Opfer gefallen. Er wurde von seiner Frau verlassen, ihm wurde sein Hab und Gut mit samt den Kindern aus den Händen gerissen und von seiner Chefin wurde er gefeuert. Sein letzter Strohhalm: Sein Auto - ein 78er Camaro. Um ein neues Leben anzufangen, flieht er aus seiner Heimatstadt und landet in Rapture. Man könnte durchaus behaupten: Einmal Hölle und wieder zurück.

Ist man erst einmal in diese Stadt gelangt, führt kein Weg mehr hinaus. Dies musste auch Tim Wilder am eigenen Leibe spüren. Die Frauen dort herrschen über die Stadt, sie sind zum Teil mächtige Hexen und der Hexenzirkel regiert über alles. Männer wurden zu Knechten degradiert und den Söhnen die Schule verwehrt, während es den Frauen an nichts mangelte und ihre Töchter die bestmögliche Ausbildung erhielten, um ebenfalls eines Tages dem Hexenzirkel beitreten zu können. Tim war aber alles andere als gefügig und stellte nach und nach die Stadt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf. Eine Rebellion war vorprogrammiert, und es wurde gemordet und geschlachtet. Beide Parteien, Männer wie Frauen, schenkten sich nichts, bis zum bitteren Ende. Die wahre Macht, die Wurzel des Bösen konnte dennoch nicht völlig vernichtet werden. Es liegt wohl in der Natur und des Glaubens, denn das Böse existiert nicht ohne das Guten.

Charaktere:

Die Charaktere wurden im Großen und Ganzen gut beschrieben, wenn auch bei der einen oder anderen Person die Gründe für ihr Handeln fragwürdig waren. Da hätte sich der Autor durchaus etwas mehr einfallen lassen können. Es mangelt nicht nur an Informationen der Umgebung oder des Lebens innerhalb der Stadt, sondern auch an Hintergrundwissen von allem. Genau dies lässt die Hexen unglaubwürdig erscheinen. Es kommen sehr viele Personen vor, nicht nur einmal, sondern ständig und trotzdem erfährt man über diese nur sehr spärlich irgendwelche Informationen.

Umsetzung:

Sind Frauen vom Wesen und vom Charakter her genauso wie die Spezies Mann? Ob dies so einfach zu beantworten ist, ist eine schwierige Frage. Eine Frage, die auch in diesem Buch von Michael Oliveri nicht beantwortet werden kann. Aber eines ist sicher, die Frauen stehen den Männern in der Kleinstadt Rapture um nichts nach. Die Umsetzung hat der Autor sehr gut hin bekommen, wo die Männer in der Knechtschaft und noch viel schlimmerem der Frauen stehen. Bei näherem Betrachten der Gesamtlage, könnte durchaus der Verdacht entstehen, dass Frauen sehr viel grauenhafter sein können, als Männer. Letztendlich ist es fragwürdig, ob nicht die Männer selbst Schuld daran waren, dass die Frauen dort zu furchteinflösenden Bestien wurden. Fragen über Fragen und am Ende kommt, wie sehr oft, nur eines dabei raus: Der eine kann ohne den anderen nicht.

Nachwort:

An Brutalität und Grausamkeit mangelt es bei diesem Buch nicht, auch an Action wurde reichlich gedacht. Spannend und flüssig geschrieben. Durchaus ein Buch zum weiterempfehlen, wenn auch der Inhalt Geschmackssache ist. Wer gerne Bücher liest, wo brutale und grausame Frauen die Welt beherrschen wollen und alles und jeden vernichten, der sich nicht unterwirft, egal ob Vater, Mutter oder Kind und nichts gegen brutales Abschlachten hat, der ist herzlich eingeladen das Buch zu lesen.

Mir persönlich hat das Buch weniger gefallen, jedoch mildert dies meine Beurteilung nur geringfügig. Weil mich der Autor mit seinem Werk nicht überzeugen konnte, bedeutet dies nicht, dass es schlecht ist. Es ist eben nicht meines.

Fazit:

Einmal Hölle und wieder zurück!

Bewertung:

3 / 5 Sterne

Hinweis:

Rezension © by Christian Hager (03-08-2008)

Vielen Dank an den Otherworld Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplars.

Hat euch die Rezension weiter geholfen, falls ja kann dieses Buch hier bestellt werden.

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Buchdetails

TITEL: Das tödliche Geschlecht
TASCHENBUCH: 381 Seiten
ISBN-10: 3902607068
ISBN-13: 978-3902607065
VERLAG: Otherworld Verlag
ET: Juni 2008
BESTELLEN: Amazon