ULRIKE SCHWEIKERT
Nosferas / Die Erben der Nacht `1
Dark-Fantasy | Science Fiction | Mystery | Horror
Der atemberaubende Auftakt der Vampir-Trilogie
Ende des 19. Jahrhunderts haben sich die letzten sechs Vampir-Clane über ganz Europa ausgebreitet. Feindselig stehen sie einander gegenüber, doch als ihre Art in der modernen Zeit vom Untergang bedroht ist, gibt es nur einen Weg, das eigene Überleben zu sichern: Gemeinsam sollen ihre Kinder, die Erben der Nacht, ausgebildet werden, damit sie von den Stärken jedes Clans profitieren.
Die Ausbildung der Erben der Nacht beginnt in Rom. Von den italienischen Meistern sollen die Irin Ivy, der Engländer Malcom, der Wiener Franz-Leopold und die Deutsche Alisa lernen, sich gegen Kirchenkräfte jeder Art zu immunisieren. Doch bald häufen sich die Morde im italienischen Clan. Ein rätselhafter Vampirjäger geht um. Als sich die vier jungen Vampire auf seine Fährte setzen, stoßen sie auf eine teuflische Verschwörung in den eigenen Reihen.
Rezension
Vorwort:
"Nosferas" ist der erste Teil einer faszinierenden und atemberaubenden Mystery- Reihe, die voller Überraschungen steckt. Die Abenteuer junger Vampire ziehen atemberaubend schnell den Leser in ihren Bann.
Inhalt:
Um die Blutlinie der unterschiedlichen Vampirclans zu halten, müssten ihre Kinder auf eine Vampirakademie geschickt werden. Trotz der sehr großen Abneigung der Clans untereinander, bleibt ihnen nichts anderes übrig. Sie müssen alle voneinander lernen, um überleben zu können. Jedes Jahr sollen die Kinder zu einem anderen Clans ziehen und sich all deren Wissen und Können aneignen. Das erste Jahr spielt sich in Italien / Rom ab, bei den Nosferas. Dort versuchen sie sich gegen die tödlichen Gefahren der Kirche erfolgreich zur Wehr zu setzen.
Gleichzeitig passieren merkwürdige Dinge in Rom, ständig verschwinden vorwiegend Ältere Mitglieder der Nosferas. Es geht das Gerücht herum, dass Vampirjäger, die Jagd machen, Schuld daran seien. Ob dies etwas mit der Kirche zu tun hat? Immer mehr verdächtige Ereignisse lassen die jungen Vampire aufhorchen und sie ahnen, dass nicht alles so ist wie, es bei dem italienischen Clan sein sollte.
Charaktere:
Besonders beeindruckend waren die Beschreibungen der Jungvampire. Die Autorin beschrieb sie facettenreich und sehr tiefgründig. Ihr Teenager- Dasein, das Herumgezicke und ihre Sorgen gleichen denen der Menschenkinder. Jeder Jungvampir hat seine eigene Persönlichkeit und lässt den Leser mitfiebern, wie sich dieser Charakter weiter entwickelt, weiter formt. Erlebt haben sie in diesem einem Jahr vieles, manches war schwer zu ertragen und zu erlernen und so manch andere Dinge bereiteten dem einen oder anderen Vergnügen. Auf ihre Kosten kamen alle, auch der Leser selbst. Nicht wenige wachsen einem ans Herz und am Ende des Buches trauert man mit ihnen mit, als das Schuljahr zu Ende geht und alle wieder die Heimreise antreten und es Monate dauern wird, bis diese sich wieder sehen.
Alisa die wissbegierige Famalia, Franz Leopold, der extrem arrogante Jungvampir aus Wien, Luciano aus Rom oder Ivy die mysteriöse junge Lykanerin mit ihrem weißen Wolf Seyomur. Sie haben vieles gemeinsam und sind trotzdem so verschieden von ihren Wesen und Charakterzügen her; eben aus unterschiedlichen Clans.
Umsetzung:
Ulrike Schweikerts Grundidee dürfte vollends aufgehen, durch die wechselnden Schauplätze würde eine sech- steilige Serie entstehen. Jeder Clan lebt in einer anderen Stadt (Rom, Wien, Hamburg, Paris, London und Irland).
Der Auftakt zur Reihe "Die Erben der Nacht" beinhaltet alles was das Herz eines Mystery- Lesers begehrt. Ein sehr guter Spannungsaufbau, interessante Hintergrundgeschichte, viele Informationen über das alte Rom (1877), gelungene Wendungen und erschaffene Persönlichkeiten mit denen der Leser mitfiebern kann, und nicht selten schmunzeln oder über sie lachen muss. Ulrike Schweikert hat es sehr gut gemeistert, die meiste Zeit die Geschichte aus der Sicht von Alisa darzustellen.
Die Autorin hatte den Vampiren ein sehr menschliches Aussehen verpasst. Sie waren keine vollkommenen Geschöpfe, wie sie ständig in den manchen Büchern angepriesen werden. Nein, ganz im Gegenteil. Groß - klein, dick - dünn, arrogant und gutherzig. Das Einzige, worin sie sich von den Menschen unterschieden, war ihre Nahrungsgrundlage und ihre Langlebigkeit. Sie wurden auch nicht als extreme Blutbestien beschrieben.
Nachwort:
Ich habe mittlerweile so einige Vampir Bücher gelesen, und ich muss sagen, dass dies eines meiner Lieblings- Bücher ist. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, diesen Teil als mögliche Kinofassung oder TV- Serie zu sehen. Von der Produktion her wie "Underworld" und "Van Hellsing". Hoffentlich lässt der Verlag sich nicht allzu lange zeit mit der Veröffentlichung von Band zwei, November ist zwar schon sehr nahe, aber etwas früher könnte nicht schaden.
Fazit:
Spannend und mystisch wie es nicht besser sein kann!
Bewertung:
5 / 5 Sterne
Hinweis:
Rezension © by Christian Hager (02-09-2008)
Vielen Dank an den cbt Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplars.
Hat euch die Rezension weiter geholfen, falls ja kann dieses Buch hier bestellt werden.


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