FRANK REHFELD
Zwergenfluch
Fantasy | Science Fiction | Mystery | Horror
Wenn Zwerge zu tief schürfen
Der Auftakt einer monumentalen Abenteuer-Saga von überwältigender Bildgewalt.
Tief unter dem Schattengebirge erstrecken sich die gewaltigen, kunstvoll verzierten Hallen des Reichs Elan-Dhor über unzählige Kilometer, und noch immer treiben die Zwerge ihre Minen weiter in den Fels. Bis sie eines Tages in ein völlig neues, unbekanntes Höhlensystem vorstoßen, und damit eine Bedrohung entfesseln, der Elan-Dhor so gut wie nichts entgegenzusetzen hat. Barlok, einer der größten Krieger des Zwergenreichs, sieht nur noch eine Möglichkeit, sein Volk zu retten, er muss die verhassten, arroganten Elben um Hilfe bitten ...
Rezension
Vorwort:
Wer glaubt, dass dieses Buch ein billiger Abklatsch sei, mit dem ein weiterer Verlag die Zwerge und andere bekannte Völker behandeln möchte, um eine weitere Lücke zu schließen, der liegt hier absolut falsch. Man sollte auch davon absehen, dieses Buch mit einem aus der Zwergen-Reihe von Markus Heitz zu vergleichen. Mit Sicherheit werden dies Mahet - Leser machen, da die Reihe nicht nur ein Kassenschlager war, sondern auch traumhaft geschrieben wurde. Dennoch sollte dies objektiv betrachtet werden. Zwei unterschiedliche Autoren die unterschiedliche Geschichten schreiben.
Inhalt:
Bei den ersten drei Kapiteln könnte man in Versuchung geraten, es für einen mäßigen "0815" Fantasyroman zu halten. Langsam jedoch entfesselt es sich aber zu einem spannenden und lesenswerten Buch. Je weiter man in die Geschichte vordringt, umso weniger möchte man es auf die Seite legen. Auf der Suche nach mehr Reichtum durch die Gier nach einem großen Goldvorkommen, befreien die Zwerge einen mächtigen Feind. Einen zu mächtigen Feind, der ihnen nicht nur zahlenmäßig überlegen ist, magische Fähigkeiten besitzt, sondern sich obendrein auch noch unsichttbar machen kann: Die Dunkelelben. Doch in der Heimat der Zwerge befinden sich noch weitaus mehr Feinde als die Dunkelelben: riesige spinnenartige Wesen, Gnome und Goblins.
Charaktere:
Mit den beliebten Charakteren aus der Zwergen-Reihe von Markus Heitz kann Frank Rehfeld nicht mithalten. Das braucht er auch nicht, denn durch sehr gut ausgearbeitete Charaktere und schnelles Wechseln der Handlungen an den Spannungsmomenten vermag der Autor durchaus zu überzeugen. Die Zwergenkrieger Barlock und Warlon sind genau die Art von Zwergen, wie man sie sich vorstellt. Leider aber auch - so erscheint es einem - die einzigen ihrer Art.
Umsetzung:
Ein gut gelungenes Buch mit alltbekannten und neuen interessanten Völker. Leicht und flüssig zu lesen. Jedoch mangelt es an manchen Stellen etwas an Originalität. Es gilt eine Allianz zu schmieden, in der gemeinsam ein unüberwindbarer Feind vernichtet oder zumindest in sein altes Gefängnis zurück gedrängt werden soll. Zwerge und Elben, die gemeinsam in die Schlacht ziehen? Ein weiterer Aspekt womit, das Buch nicht so recht überzeugen mag, ist die Darstellung der Zwerge. Wenn dieses Volk tatsächlich ist und lebt, wie es dargestellt wurde, darf es niemanden wundern, wenn es zu den aussterbenden Völkern zählt: etwas zu verweichlicht und mehr darauf aus, seine Ruhe zu haben, als ein ruhmreiches Auftreten zu verfolgen, wie es einem Zwerg gebührt.
Nachwort:
Schade fand ich, dass man auch hier nicht geneigt war, neue Wege zu gehen. Als versuche man ständig, das bereits entdeckte neu auszugraben. Wenn es auch nicht gerade von Genialität glänzt und die Zwerge etwas zu vereinfacht dargestellt wurden, ist es ein spannendes Buch, welches man als Lesefutter für zwischendurch durchaus weiter empfehlen kann.
Fazit:
Der Auftakt einer durchaus vielversprechenden Reihe, wenn der phantersie des Schreibers dabei keine Grenzen gesetzt wird!
Bewertung:
3 / 5 Sterne
Hinweis:
Rezension © by Christian Hager (03-06-2009)
Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Hat euch die Rezension weiter geholfen, falls ja kann dieses Buch hier bestellt werden.


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