JUSTINE LARBALESTIER
Magische Töchter - Cansino Trilogie `1
Fantasy | Science Fiction | Mystery | Horror
Magie gibt es. Sie ist gefährlich. Und sie kann töten...
Seit die vierzehn jährige Reason Cansino denken kann, ist sie auf der Flucht vor den dunklen Ritualen, die in ihrer Familie praktiziert werden. Als sie in Sydney im Haus ihrer Großmutter Esmeralda heimlich eine magische Hintertür öffnet, steht sie plötzlich mitten im tief verschneiten New York. Dort erfährt Reason eine schicksalhafte Wahrheit: Magie gibt es. Sie ist gefährlich. Und sie kann töten. Denn ein gewisser Jason Blake ist hinter ihr her, um ihre unverbrauchten Magiereserven anzuzapfen...
Rezension
Vorwort:
Justine Larbalestier ist im australischen Sydney geboren, wo sie bis heute lebt. "Magische Töchter" ist der erste Teil der Trilogie um Reason Cansino, die vielfach ausgezeichnet wurde.
Inhalt:
Reason ist mit ihrer Mutter Sarafina von Ort zu Ort gezogen, immer auf der Flucht und wurde dabei von ihr selbst unterrichtet. Immer wieder wird ihr eingetrichtert, dass ihre Großmutter dunkle Rituale durchführt, die anderen Menschen den Tod bringen: Sie ist eine sehr böse Frau. Um Reason vor ihr zu schützen, bringt ihre Mutter ihr bei, ihren Verstand und ihre Intelligenz zu nutzen und immer auf der Hut zu sein, um sich nicht von ihr oder anderen Personen beeinflussen zu lassen. Doch diese Flucht dauert nicht lange, weil Sarafina verrückt wurde und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Reason jedoch wurde zu ihrer Großmutter gebracht.
Dort versucht sie, so wenig Kontakt mit Esmeralda wie möglich zu haben, nichts von ihrem Essen anzurühren oder mit ihr zu sprechen. Sie versucht, alles Schlechte zu finden, wovor ihre Mutter sie immer gewarnt hatte, doch alles wirkte irgendwie anders als böse und grauenhaft. Im Garten des großen Hauses trifft Reason auf Tom, mit dem sie sich anfreundet. Am nächsten Tag zeigt ihr Tom den Friedhof, wo auf einem Grabstein ein düsteres Geheimnis offenbart wird, nämlich dass alle weibliche Casionos im Alter zwischen 18 und 25 Jahren sterben würden. Nach dem Besuch ihrer Mutter nimmt sich Reason vor, zu fliehen, doch zuvor möchte sie noch den Schlüssel, den sie Sarafina entwendet hat, an der Hintertür benützen, um herauszufinden, warum sie immer abgeschlossen war.
Als sie durch die Tür ging, war sie plötzlich an einem anderen Ort, wo Winter herrschte und es sehr kalt war. sie sah zum ersten Mal Schnee. Sehr leicht bekleidet wurde sie in letzter Minute von einem gleichaltrigen Mädchen - Jay-Tee gerettet, als sie schon fast erfroren war. Die beiden freundeten sich sehr schnell an. Viel zu spät erfuhr sie erst, was es eigentlich mit diesem Ort auf sich hat und welche neue Gefahren auf sie lauern, doch vor allem musste sie sich eingestehen, dass es Magie tatsächlich gab. ihre Mutter sie angelogen hat und sie nun in größeren Schwierigkeiten steckte, als je zuvor.
Charaktere:
Die Charaktere wurden sehr gut beschrieben, wirken lebenig. Man kann sich in diese sehr gut hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Geschickt erfährt man immer nur das Notwendige aus ihrem Leben, ihrer Vergangenheit, so dass stets die Spannung erhalten bleibt. Während sich die anfängliche Verräterin Jay-Tee zu einer Freundin entwickelt hat und Tom ihr verschwieg, dass auch er magische Fähigkeiten hat, vertraut sie beiden und verbündet sich mit ihnen. Sie selbst muss sich immer wieder fragen, welche Macht sie nun hat, welche magischen Fähigkeiten ihr angeboren sind, doch will sie das wirklich wissen? Dies ist etwas, dass sich bestimmt jeder Leser ebenfalls fragen wird.
Umsetzung:
Das Buchcover scheint einem so richtig ins Auge zu stechen, schreit danach gelesen zu werden. Auch der Klappentext klingt verführerisch und lässt auf ein spannendes Lesevergnügen hoffen. Justine Larbalestier beschreibt die Welt der Magie von einer ganz anderen Seite; wer diese Begabung besitzt und verwendet, hat auch seinen Preis zu zahlen und verliert an Lebenskraft. Nichts ist umsonst. Etwas weiter ausgeholt, könnte man dies durchaus mit Vampiren vergleichen; um sich selbst nicht zu schaden, kann Magie von anderen übertragen werden. Besonderen Gefallen wird der Leser daran finden, dass man bis mindestens zur Hälfte des Buches absolut im Dunkeln gehalten wird, ob sich Reason das alles nur einbildet oder ob es die Magie wirklich gibt. Ab dem Zeitpunkt, als Reason mit der Wahrheit und Realität der Magie konfrontiert wird, wird es umso spannender. Etwas vermisst habe ich die weltlichen Beschreibungen. Man erfährt kaum etwas über New York, über die Umwelt und deren Bewohner.
Nachwort:
Es handelt sich hier um keine magische Welt im mittelalterlichem Stil, sondern durchaus als die Jetzt- Zeit anzusehen. "Magische Töchter" ist der erste Teil der Trilogie und geht mit Magische Spuren" weiter. Dort erfährt man, dass ein gemeinsamer Vorfahre von Jason Black, Rau Cansino, seine Macht auf Reason übertragen will, eine Macht die zur Unsterblichkeit führt. In dieser Reihe gibt es Magie wirklich, sie ist gefährlich und sie kann töten. Warten wir also gespannt auf den zweiten Teil und lassen uns in die magische Welt entführen. Viele Fragen blieben offen und warten darau, beantwortet zu werden.
Fazit:
Fantastisch, magisch und vor allem spannend!
Bewertung:
4 / 5 Sterne
Hinweis:
Rezension © by Christian Hager (20-06-2008)
Vielen Dank an den cbt Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Hat euch die Rezension weiter geholfen, falls ja kann dieses Buch hier bestellt werden.


Kommentar hinzufügen