HELENE HENKE
Die Totenwächterin - Das Rote Palais `1
Fantasy | Science Fiction | Mystery | Horror
Morde an Vampiren rufen die Detektivin Leyla Barth auf den Plan. Wenn Menschen in Konflikt mit Vampiren geraten, wenden sie sich an Leyla. Deutschland plant den Vampirismus zu legalisieren, doch es gibt Widerstände auf beiden Seiten. Das Multiplexkino Aurodom ist in fester Hand des Meistervampirs der Stadt. Er setzt den Charme eines vollendeten, fünfhundert Jahre alten Gentlemans ein, um Leyla für sich zu gewinnen. Hat er mit den Morden zu tun? Die Ermittlungen führen Leyla zu Thetania e.V., einer als Verein getarnten Sekte, die sich den Schönheitswahn der Menschen zunutze macht und ihren Mitgliedern auf Botox-Partys ewig währende Schönheit anbietet. Actionreicher Urban-Fantasy Roman mit Liebesgeschichte.
Rezension
Vorwort:
Vom Klappentext sollte man sich nicht täuschen lassen. Die Idee, Vampire auch in Deutschland herum streifen zu lassen, ist nicht neu, dennoch kann dies sehr interessant werden. Die Wesen der Nacht wurden immer schon mysteriös und mächtig dargestellt. Nach Tanya Carpenters Vampire, kommen aus dem Sieben-Verlag nun die Nächsten aus der Feder von Helene Henke.
Inhalt:
Helene Henke lässt ihre Vampire im eigenen Land herum wüten, in Deutschland. Leyla Barth war früher Polizistin, als sie sich für den Job der Privatdetektivin entschied. Sie wurde immer dann herbei gerufen, wenn Morde passierten, an denen Vampire beteiligt waren. Vom Beginn des Buches an wird der Leser ins kalte Wasser geworfen. Vampirismus soll legalisiert werden, lauteten die ersten Sätze. Dass dies nicht ganz ohne Folgen passiert, kann sich mit Sicherheit jeder Leser vorstellen und so entstanden wie erwartet ständig Konflikte zwischen den Menschen und den Wesen der Nacht. Leyla Barth half nebenberuflich der Polizei bei ihren Tätigkeiten, die Fälle, an denen Vampire beteiligt waren, aufzuklären. Als große Hilfe erwies sich der Meistervampir Rudgar, doch selbst um ihn rankt sich ein düsteres Geheimnis und Leyla fand Stück für Stück heraus, dass die beiden mehr verband, als sie wahrhaben wollte. Zeitgleich passierten Morde an mächtigen Vampiren und Leyla wurde beauftragt, des Rätsels Lösung zu lüften, von der mächtigen und sehr grauenhaften Vampirherrscherin persönlich angeheuert. Die Morde passierten an unterschiedlichen Orten und so schien es zunächst aussichtslos, den Fall zu klären.
Charaktere:
Die Charaktere wurden sehr lebhaft beschrieben und die Hauptprotagonistin gut rüber gebracht. Besonders Rutgar von Hallen, der Meistervampir, wurde sehr interessant und mysteriös dargestellt.
Umsetzung:
Die Idee des Buches klingt sehr interessant. Leider mangelte es etwas an Hintergrund- und Randinformationen. Während die Protagonisten geradezu mit Detailreichtum überflutet wurden, kamen diese nur sehr selten vor. Das ganze hätte etwas mehr ausgebaut werden können. Da es nicht gerade viele Seiten zum lesen waren, hätte es dem Inhalt nicht geschadet. In dem Buch ist auch die Rede von einer Schönheitsklinik, diese versprach einem nicht nur den körperlichen Alterungsprozess zu verlangsamen, sondern bei besonderen Fällen auch ewig jung zu bleiben. Man merkt deutlich, dass die Autorin sich von solchen Dingen distanziert, vor allem Eingriffe bei jungen Menschen.
Nachwort:
Auf der einen Seite hat mir die Idee sehr gut gefallen, aber auf der anderen Seite (leider) mangelte es mir an allem ein wenig. Daher hoffe ich, dass der zweite Band eine deutliche Steigerung erhält, mehr bietet als nur eine Liebelei, einige Leichen und den einen oder anderen Kampf.
Fazit:
Friede, Freude, Eierkuchen, zwischen Mensch und Vampir?
Bewertung:
2 / 5 Sterne
Hinweis:
Rezension © by Christian Hager (02-09-2008)
Vielen Dank an die Autorin Helene Henke für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Hat euch die Rezension weiter geholfen, falls ja kann dieses Buch hier bestellt werden.


Kommentar hinzufügen