Tharador / Die Chroniken des Paladins `1
Dem Kontinent Kanduras droht das Verderben: Der machthungrige Magier Tarvin Xandor steht kurz davor, ein uraltes, als verschollen geltendes Artefakt aufzuspüren, das es ermöglicht, einen neuen Gott zu erschaffen - der die alten Götter vernichten würde.
Nur ein Mann - der Paladin, das Engelskind - kann dies verhindern. Doch dieser ahnt nichts von seiner Herkunft. Als Befehlshaber der Stadtgarde von Surdan genießt er höchstes Ansehen und blickt einer viel versprechenden Zukunft entgegen. Wären da nicht jene Träume, die ihn unentwegt heimsuchen. Schließlich erliegt er ihrem Bann und bricht auf, um ihr Geheimnis zu entschlüsseln, nicht ahnend, dass er damit gleichzeitig eine Reise zur Erfüllung seiner Bestimmung antritt - und vor eine Wahl gestellt wird, die über Gedeih oder Verderb eines ganzen Kontinents entscheidet.
Indes überzieht Ul'goth, der König der Orks, das Land mit einem Krieg, der das Überleben seines Volkes sichern soll. Unterstützt durch Verrat in den Reihen des Gegners gelingt es ihm, die gröte Stadt des Kontinents zu erobern. Bald jedoch muss er feststellen, dass er nur das Werkzeug des gewissenlosen Tarvin Xandors ist, und sinnt auf Rache.
Rezension
Tharador ist nicht nur das Erstlingswerk von Stephan Bellem, sondern auch der Erste Band einer Trilogie über die Chroniken eines Paladins, aus dem Hause Otherworld. Der Österreichische Verlag konnte mit den bisherigen Veröffentlichten Werke ausländischer Autoren sich einen guten Namen machen, ob dies nun bei Autoren im deutschsprachigem Raum auch der Fall sein wird, werden wir hiermit, mit Stephan R. Bellem feststellen können.
Tharador ein junger und starker Krieger wird ständig von Alpträumen heimgesucht, doch dies ist nicht das einzige Problem. Seine Stadt von den Orks und Goblins überrannt, sein bester Freund getötet, und er konnte es nicht einmal verhindern. Tharador und der Sohn des Zwergenkönigs wäre ebenfalls ums leben gekommen, hätte nicht der Magier Gordan die beiden durch seine Magie gerettet, vor dem bösen durchtriebenen und machthungrigen Xandor. Des Rätsels Lösung der Alpträume war schnell gelöst, somit auch die Vergangenheit Tharadors und seines Vaters ans Licht gebracht, und die Zukunft vor den Füssen gelegt. Er war ein Paladin, ein Engels Sohn. Tharador machte sich gemeinsam mit dem Elb Faeron und dem Zwerg Khalldeg auf, das Buch Karand zu suchen, es vor dem Magier Xandor zu finden und es zu zerstören.
Da ich mit dem Autor vorher schon sehr viel Kontakt hatte, aber kein einziges Wort über das Buch aus ihm herausbrachte, war ich umso mehr gespannt was da auf mich zukommen wärde. Und, ich wurde überrascht, wo ich es doch selbst von der Leseprobe her, als Durchschnitts-Fantasy eingestuft hatte. Dem war aber ganz und gar nicht so. Die Charakteren, egal um welche es sich dabei handelt, gut durchdacht und toll beschrieben. Besonders Tharador der Paladin, hat mir sehr gut gefallen.
Die Goblins waren, nun ja wie soll ich sagen: Ich musste an manchen Stellen mehrmals schmunzeln. Die Idee mit den Wurfmaschinen war echt zu lustig. Es wurden jedes Mal so ca. 80 Goblins mit der Wurfmaschine zur Menschenstadt geschleudert. Bis erst einmal die richtigen Einstellungen gefunden wurden, fanden etliche ihrer Artgenossen den Tod. Was die Orks angeht, so scheinen sie das selbe Schicksal zu haben wie das bei anderen Autoren: Sie werden von einer mächtigen Person beherrscht, gelenkt: Zauberer/Magier.
Über das Ende des Buches war ich ebenso positive überrascht, habe mir während des Lesens ein anderes ausgemalt. Das einzige was ich als Zwergen-Freund vermisst hatte, waren Zwerge. Es kam zwar einer vor, genau genommen der Sohn eines Zwergenkönigs, aber über das Volk an sich hat man sehr wenig erfahren. Selbst die Elben blieben geheimnisvoll. Aber eines soll hier deutlich gemacht werden: Es ist er der Erste Teil einer Trilogie, es kann somit noch vieles und unerwartetes passieren.
Fazit:
Spannend und actionreich!
Bewertung:
4 / 5 Sterne
Rezension © by Christian Hager (30-09-2007)


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